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Erfolgsgeschichte · Redaktion GOÄ-Direkt

Raus aus der Verrechnungsstelle: fünfstellige Ersparnis pro Jahr

Dr. med. Jan Philipp Albersmeier hat den Vertrag seiner Münsteraner Praxis mit der Verrechnungsstelle gekündigt und rechnet heute mit GOÄ-Direkt ab. Ausschlaggebend war eine Zahl, die im Vertrag nirgends stand.

effektive Kosten der Verrechnungsstelle, gemessen am Privatumsatz
1,42 % effektive Kosten der Verrechnungsstelle, gemessen am Privatumsatz
jährliche Ersparnis seit dem Wechsel
fünfstellig jährliche Ersparnis seit dem Wechsel
bis der Praxisalltag wieder rund lief
wenige Tage bis der Praxisalltag wieder rund lief

Die Praxis

Praxis
Praxis für Manuelle Medizin Münster
Typ
Privatärztliche Gemeinschaftspraxis
Schwerpunkte
Manuelle Medizin, Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur
Ort
Münster
Vorher
Private Verrechnungsstelle
Heute
GOÄ-Direkt

Die Praxis für Manuelle Medizin Münster ist eine privatärztliche Gemeinschaftspraxis für Manuelle Medizin, Osteopathie, Schmerztherapie und Akupunktur. Dr. med. Jan Philipp Albersmeier hat sie von seinem Vater übernommen; im ersten Jahr nach der Übernahme lief die Abrechnung unverändert weiter, über eine private Verrechnungsstelle.

„Ich habe im Grunde einen Service bezahlt und musste mich trotzdem selbst darum kümmern.“

Dr. med. Jan Philipp Albersmeier

Die Ausgangslage

Die Kommunikation zwischen Verrechnungsstelle und Patienten war für die Praxis nicht einsehbar, Rückfragen landeten trotzdem beim Arzt. Und als Dr. Albersmeier die Kosten eines ganzen Jahres zusammenrechnete, lagen sie deutlich über dem Prozentsatz, der im Vertrag stand.

Ein Jahr lang lief alles weiter wie bisher

Wer eine Praxis übernimmt, übernimmt auch ihre Abläufe. Bei Dr. Jan Philipp Albersmeier gehörte dazu der Vertrag mit einer privaten Verrechnungsstelle, und im ersten Jahr blieb das so. Das Modell ist verbreitet: Die Verrechnungsstelle erstellt und versendet die Privatrechnungen, kümmert sich um Zahlungseingänge und Mahnungen und behält dafür einen Anteil des Rechnungsumsatzes ein.

In der Praxis blieb von dieser Entlastung allerdings wenig übrig. Was zwischen Verrechnungsstelle und Patienten besprochen wurde, konnte das Team nicht einsehen. War die Verrechnungsstelle für Rückfragen schlecht erreichbar, wandten sich die Patienten an den Arzt, der ihnen die Rechnung ausgestellt hatte. Genau die Arbeit, für die man bezahlte, landete so wieder in der Praxis.

Ich habe im Grunde einen Service bezahlt und musste mich trotzdem selbst darum kümmern.

Die Zahl, die im Vertrag nicht stand

Der eigentliche Auslöser war aber nicht der Aufwand, sondern eine Rechnung, die Dr. Albersmeier irgendwann selbst aufmachte. Er nahm die Monatsabrechnungen eines vollen Jahres, addierte alles, was an die Verrechnungsstelle geflossen war, und teilte die Summe durch den Privatumsatz desselben Zeitraums.

In diese Summe gehörten mehr Posten, als der Vertrag vermuten ließ:

  • die vereinbarte Provision auf den Rechnungsbetrag
  • Servicepauschalen für Druck und Porto
  • Mindestgebühren, die bei kleinen Rechnungen überproportional zuschlagen
  • Mehrwertsteuer auf die Leistungen der Verrechnungsstelle

Das Ergebnis waren 1,42 Prozent des Rechnungsumsatzes, spürbar mehr als der Prozentsatz, der im Vertrag steht. Dass diese Lücke so lange unbemerkt bleibt, hat einen einfachen Grund: Auf der einzelnen Rechnung fällt die Provision kaum auf. Erst als Jahressumme in Euro wird sie zu einer Zahl, die man mit anderen Praxisausgaben vergleichen kann.

Warum die Wahl auf eine feste Pauschale fiel

Ausschlaggebend für GOÄ-Direkt war für Dr. Albersmeier die Planbarkeit. Statt eines Anteils, der mit jedem Rechnungsvolumen und jeder Rechnungsgröße mitwächst, steht eine feste monatliche Pauschale in den Büchern. Ein gutes Quartal verteuert die Abrechnung nicht mehr, und ein Stapel kleiner Rechnungen wird nicht durch Mindestgebühren unwirtschaftlich.

Die Ersparnis gegenüber der Verrechnungsstelle liegt nach seiner Rechnung im fünfstelligen Bereich pro Jahr.

Der Wechsel: Stammdaten rein, Altforderungen auslaufen lassen

Den Wechsel hatte er länger vor sich hergeschoben, weil er ihn sich aufwendiger vorgestellt hatte, als er am Ende war. Der Ablauf war unspektakulär:

  • Die Patientenstammdaten wurden importiert.
  • Offene Forderungen liefen im alten System aus, statt migriert zu werden.
  • Alle neuen Rechnungen entstanden ab dem Stichtag in GOÄ-Direkt.

Eine Eingewöhnungsphase gab es, die Software ist anders aufgebaut als das, was die Praxis vorher gewohnt war. Nach wenigen Tagen lief der Alltag wieder rund; das Onboarding-Team war in dieser Zeit erreichbar.

Was sich im Praxisalltag verändert hat

Der sichtbarste Unterschied betrifft nicht die Kosten, sondern den Überblick. Für jede Rechnung ist auf einen Blick erkennbar, ob sie versendet, bezahlt oder überfällig ist. Ruft ein Patient an, hat das Team den aktuellen Stand in Sekunden vor sich, statt bei der Verrechnungsstelle nachfragen zu müssen.

Der Klärungsaufwand ist kleiner geworden, nicht größer.

Selbst nachrechnen: der effektive Prozentsatz

Wer wissen will, ob sich die eigene Verrechnungsstelle noch rechnet, kann die Rechnung von Dr. Albersmeier in wenigen Minuten nachvollziehen: alle Beträge zusammenzählen, die in zwölf Monaten an die Verrechnungsstelle geflossen sind (Provision, Pauschalen, Mindestgebühren, Umsatzsteuer), und durch den Privatumsatz desselben Zeitraums teilen. Was herauskommt, ist der Satz, den die Abrechnung tatsächlich kostet.

Fällt die Zahl höher aus als erwartet, lohnt der Vergleich: Unser Kostenvergleich stellt die Gebühren einer Verrechnungsstelle der monatlichen Pauschale von GOÄ-Direkt gegenüber.

Grundlage dieser Erfolgsgeschichte ist ein Interview, das zuerst erschien auf arzt-wirtschaft.de .

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